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Deichfreilichtmuseum

Deich in Büsum© Xocolatl / Wikimedia Commons [gemeinfrei]

Unter freiem Himmel das Deichmuseum besichtigen

Die Nordsee mit ihren Inseln und Küstenorten wird immer wieder von Hochwasser und Sturmfluten überschwemmt. Auch Büsum war in der Vergangenheit davon betroffen: Die ehemalige Insel liegt zum größten Teil in der Nordsee verborgen und nur ein kleiner Teil – der heutige Küstenort – ist noch vorhanden. Deshalb versuchen die Menschen bereits seit Jahrhunderten, sich durch Deiche vor den Fluten zu schützen.

Im Deichfreilichtmuseum können verschiedene Deiche und die Bauweise der Schutzwälle besichtigt werden. Ein niedriger, nur 1,50 Meter hoher Deich dokumentiert die Bauweise des Mittelalters um 1200 – damals boten Warften, aufgeschüttete Hügel, auf denen Häuser gebaut wurden, den größeren Schutz. Ein nachgebauter Stackdeich – ein mit Eichenpfosten stabilisierter Deich aus einer steilen Bohlenwand – aus dem 16. Jahrhunderts stellt ein weiteres Beispiel des historischen Deichbaus dar. Um 1600 herum verbesserte sich die Technik der Bauweise. Nach weiteren Varianten entstand der heutige Deich, ein aus Sand aufgeschütteter und mit Gras bewachsener, knapp 9 Meter hoher Schutzwall, der auch einer schweren Sturmflut trotzen sollte.

Von dem Freilichtmuseum aus sind die Deiche chronologisch hintereinander aufgereiht. Keiner der historischen Schutzwälle könnte heute Überschwemmungen durch größere Sturmfluten aufhalten.