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Dialekt

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Dialekt in Büsum

Das Gebiet um Büsum zählt zum niederdeutschen Sprachraum. Die Eiderlinie unterteilt den Dialekt nochmals in das nördlich der Eider gesprochene Schleswigsch und das weiter südlich gebräuchliche Holsteinisch. Weiterhin kann der Dialekt in verschiedene Unterdialekte unterteilt werden, die regional stark abgegrenzt sind, darunter das Hamburger Platt, das Geest-Platt oder das für die Büsumer Region bedeutungsvolle Dithmarscher Platt. Niederdeutsch ist nicht einfach ein Dialekt, sondern ist als eigenständige Sprache anerkannt und als Regionalsprache eingestuft. In ganz Schleswig-Holstein sprechen etwa 1,3 Millionen Menschen Platt. Verstanden wird Plattdeutsch etwa von der doppelten Anzahl an Personen. Urlauber werden dagegen hoffen müssen, dass man ihnen das Gesprochene übersetzt oder sind angehalten, im Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch nachzuschlagen.

Dithmarscher Platt - Hier snack wi platt!

Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts galt in Büsum Plattdeutsch als Alltagssprache. Wer in diese Zeit hinein geboren wurde, betrachtete Plattdeutsch als seine Muttersprache und pflegte die Tradition entsprechend. Heute hat auch das Hochdeutsche in den Büsumer Alltag Einzug gehalten, was Urlaubern die Verständigung natürlich erleichtert. In den kleinen Gemeinden um Büsum hört man Platt nicht nur im Alltag, sondern die Sprache wird auch bei offiziellen Anlässen wie Vereinssitzungen oder Versammlungen gebraucht. Urlaubern bleibt als Resümee dabei wohl nur die Bemerkung: “Ick versah dat nicht”. Doch manche Begriffe werden auch die Büsumer Feriengäste schnell zuordnen können. So steht “Deern” für “Mädchen” oder “tüdelig” für “versponnen”. Wer Gefallen am Dithmarschen Platt findet, kann den Dialekt in Abendkursen an der Volkshochschule Meldorf erlernen, um vielleicht schon in den nächsten Ferien in Büsum kräftig mitsnacken zu können.