XWir verwenden Cookies für die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie deren Verwendung zu. Details ansehenWir verwenden Cookies. Wenn Sie weitersurfen stimmen Sie der Nutzung zu. Details ansehen

Brauchtum

zurück
© Ditschi / Wikimedia Commons [gemeinfrei]

Bräuche in Büsum

In Dithmarschen ist man stolz auf das, was war und die Geschichte gerät so leicht nicht in Vergessenheit. Alte Traditionen wurden in den letzten Jahren vielerorts neu belebt. Dabei bewältigt man einen Spagat zwischen den Idealen der Heimatpflege und der Förderung des Fremdenverkehrs durch derartige Maßnahmen. Beide Beweggründe lassen sich nicht klar voneinander trennen und dies ist auch kein Muss, denn den Touristen gefällt, was sie geboten bekommen und die Büsumer sind mit Leidenschaft und Herzblut bei der Sache.

Hoch zu Ross…

Geschickte Reiter wird man in Dithmarschen beim Ringreiten antreffen. Hierbei gilt es, einen kleinen Metallreifen mit einer Lanze im Galopp aufzuspießen. Wem dies am besten gelingt, der wird zum König gekürt und beim anschließenden Umtrunk gebührend gefeiert. Allein in Dithmarschen ist das Rolandreiten üblich. Dabei zielt der Reiter mit einer Lanze während des Galopps auf die ausgestreckten Arme der auf einem Pfahl drehbar befestigten Holzfigur und versetzt diese in Drehbewegungen.

Von Klootstock und Rummelpott

Mit einem Klootstock überwanden die Bewohner einst die breiten Marschgräben. Heute ist das Klootstock-Springen in Dithmarschen ein Freizeitvergnügen. Wie man den drei bis vier Meter langen Stock als Fortbewegungsmittel nutzt, wird in Büsum auf Volksfesten demonstriert. Geht das Jahr zu Ende, wird es im Norden oft recht wild und gruselig. Am Silvestertag lassen Büsumer Kinder es sich nicht nehmen, in Verkleidungen zu schlüpfen, um sich am Rummelpottlaufen zu beteiligen. Ein Rummelpott ist schnell gebaut. Eine Schweineblase oder ersatzweise dünnes Leder werden über die Öffnung einer Blechdose gespannt. Dorthinein steckt man einen Weidenstock. Dieser erzeugt, mit nassen Fingern gerieben und gedreht, einen dumpfen Ton. Wer den Kindern daraufhin die Süßigkeiten verwehrt, bekommt ein Spottlied aus dem alten, überlieferten Liedgut Dithmarschens zu hören.