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Büsum Sehenswürdigkeiten

Entdecken Sie den Urlaubsort, die Büsum Sehenswürdigkeiten und die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Statten Sie der Seehundstation Friedrichskoog oder der Sturmflutenwelt "Blanker Hans" einen Besuch ab und lernen Sie die Region kennen. Weitere Eindrücke können Sie auch in unseren Büsum Reiseinformationen oder in unserer Rubrik Büsum Bilder erhalten.


© Hans-Peter-Dehn|pixelio

Seehundstation Friedrichskoog

Die Nordsee ist der Lebensraum für Seehunde, die sich hauptsächlich in der Nähe von Sandbänken und Küsten aufhalten. Im Nationalpark schleswig-holsteinisches Wattenmeer befinden sich zahlreiche Sandbänke, die den Seehunden zum Ausruhen und zur Aufzucht der Jungen dienen.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Tiere im großen Stil gejagt. Der Grund war der kommerzielle Fischfang, der sich immer weiter ausbreitete und in dem der Seehund in seiner Nahrungssuche einen Konkurrenten darstellte. Seitdem werden die Tiere geschützt.

Die Seehundstation Friedrichskoog trägt durch die Aufzuchtsstation dazu bei. 1985 wurde sie gegründet und seit 1992 als gemeinnütziger Verein betrieben. Junge Seehunde, so genannte Heuler, die von ihren Müttern verlassen werden und in freier Wildbahn keine Überlebenschance haben, werden unter bestimmten Bedingungen in der Station aufgenommen und naturnah aufgezogen. Dabei werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten Forschungen und wissenschaftliche Projekte durchgeführt. Sobald es möglich ist, werden die Tiere wieder ausgewildert.
Einige Seehunde leben dauerhaft in der Seehundstation, da sie aus verschiedenen Gründen nicht in die freie Wildbahn entlassen werden können.

Neben der Rettung verlassener Heuler und der Forschung stehen hier Information und Umweltbildung im Vordergrund. Die Aufzuchtsstation ist für Besucher geöffnet und vermittelt durch ein umfangreiches Informationszentrum interessante Details über die Meeressäuger, ihr Leben und ihr Verhalten. Gleichzeitig kann man die hier lebenden Tiere durch große Unterwasserfenster ansehen und sie aus der Nähe beobachten.

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: täglich von 8 bis 18 Uhr
November bis Februar: täglich von 10 bis 16 Uhr

© Xocolatl / Wikimedia Commons

Museumshafen

Der Büsumer Museumshafen ist der einzige Museumshafen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Er wurde durch den im Jahr 2001 gegründeten Verein Museumshafen Büsum e.V. ins Leben gerufen, um die Geschichte der Schifffahrt zu erzählen und alte Schiffe zu restaurieren. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Fischerhafen Büsums durch einen Museumshafen auszuweiten und private Inhaber historischer Schiffe dazu zu bringen, Liegeplätze im Hafen zu belegen. Weiterhin wird versucht, Traditionsschiffe zu Veranstaltungen und Regatten nach Büsum und Umgebung zu holen. Ein drittes Ziel ist der Erwerb eigener Schiffe, die restauriert und wieder instand gesetzt werden, um dann Fahrten mit ihnen zu unternehmen und es der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zudem sollen Jugendliche anhand der Schiffe an den Denkmalschutz und den Erhalt geschichtsträchtiger Wasserfahrzeuge herangeführt werden.
Gemeinsam mit den Büsumer Museen ist der Museumshafen ein wertvolles Zeugnis des Lebens der Menschen mit dem Meer, das hier täglich im Vordergrund steht. Das Hafenbecken, in dem die historischen Gefährte liegen, ist dafür ideal geeignet: Die Größe und Lage entspricht beinahe genau der aus dem 18. Jahrhundert, so dass auch das Größenverhältnis von Schiff und Hafenbecken gleich geblieben ist.


© www.buesum.de

Piratenmeer

Das Piratenmeer in Büsum ist ein Erlebnisbad, das alles bietet, was das Seeräuberherz begehrt.
Im 1,35 Meter tiefen Sieben-Meere-Erlebnisbecken können Jung und Alt bei einer Wassertemperatur von bis zu 29°C den Wasserfall, die Wasserpyramide und den spektakulären Wasserfall bestaunen. Wer es rasanter mag, sollte sich die „Long-John-Silver“ Wasserrutsche nicht entgehen lassen. Auf der 110 Meter langen Rutsche können Geschwindigkeiten von bis zu 36 km/h erreicht werden, bevor die wilde Rutschpartie in der „Bunten Kuh“ endet, einem kleinen Becken, das einem Schiffswrack nachempfunden wurde. Im "Störtebecken" können sich kleine und große Schwimmer ins Wellenvergnügen stürzen und auch im Winter oder bei schlechtem Wetter die Nordseebrandung erleben. Nichtschwimmer sind im „Käpt’n Cookies Wassergarten“ bei einer Wassertemperatur von 32°C richtig aufgehoben – hier können sie sich austoben und dabei neue Spielgefährten finden.
Für Saunafans bietet sich im Piratenmeer ein besonderer Leckerbissen: In der Saunalandschaft „Schatzinsel“ bieten Saunen zwischen 45°C und 85°C, ein Abkühlbereich sowie Tauch- und Fußbecken zahlreiche Entspannungsmöglichkeiten. Im Ruheraum verschwindet dann auch der letzte Alltagsstress.
Da ein Aufenthalt im Schwimmbad immer hungrig macht, bietet das Bistro „Käpt’n Hooks Kajüte“ Speisen und Getränke, die mit Blick auf die Nordsee genossen werden können.


© Oxfordian Kissuth / Wikimedia Commons

Museum am Meer

Büsum lebt vom Tourismus und der Krabbenfischerei. Bei einem Urlaub in Büsum sollte man sich deshalb einen Besuch im „Museum am Meer“ nicht entgehen lassen. Hier erfahren interessierte Besucher viele Informationen über die Entwicklung des Tourismus seit dem 19. Jahrhundert und die Fischerei der Nordseegarnelen, wie die Krabben eigentlich heißen. Zusätzlich erhalten sie einen Einblick in den Alltag der Nordseefischer.
Das Museum befindet sich direkt am Hafen im Haus der Büsumer Fischer-Genossenschaft. Hier ist man direkt am Geschehen: Von dem Gebäude aus kann man gut die einlaufenden Fischerboote mit den fangfrischen Krabben und die Weiterverarbeitung der Tiere beobachten. Auf einem Lehrpfad erfährt man zudem alles Wissenswerte über den Büsumer Hafen und die Fischereigeschichte.
Neben der Krabbenfischerei spielt natürlich auch der Tourismus eine große Rolle, der auch im Museum seinen Platz gefunden hat. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf den traditionellen Wattlauf zur Musik und die Entwicklung Büsums zum Touristen- und Badeort gelegt.
Eines der Highlights ist die Multivisionsshow, in der eine Überfahrt nach Helgoland simuliert wird. Filme über Fischerei und Wattvermessung, ein im Außenbereich liegender Spiegelkutter sowie eine Spiel- und Malecke für Kinder runden das Angebot ab.


© www.buesum.de

Sturmflutenwelt "Blanker Hans"

Die Sturmflutkatastrophe von 1962 ist noch in den Köpfen vieler Deutscher existent. Nachdem ein Sturmtief über dem südlichen Polarmeer auf ein Azorenhoch über den Britischen Inseln traf, kam über der Nordsee ein heftiger Sturm auf. Die Wasserstände an der deutschen Nordseeküste und in den Flüssen Weser und Elbe stiegen stark an. Die Städte Bremen und Hamburg erlebten starke Überschwemmungen mit zahlreichen Todesopfern. Zum Held wurde der damalige Innensenator und spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt, der durch seinen Einsatz zahlreiche Menschenleben rettete.

Diese Katastrophe ist Thema in der Sturmflutenwelt „Blanker Hans“, die im April 2006 in Büsum eröffnet wurde. Ein Schauspieler führt die Besucher durch die virtuelle Ausstellung. Los geht es mit einer Fahrt in einer Sturmflutrettungskapsel, in der die Stimmung während verheerenden Katastrophe deutlich wird.
Das Gebäude befindet sich direkt am Büsumer Hafen. Hier wird Besuchern eine Mischung aus Schauspiel, informativer Ausstellung und Fahrattraktion geboten. In der Ausstellung stehen Themen wie Klimawandel und Wetter-Phänomene, Gezeiten und die Geschichte der Sturmfluten im Vordergrund.

Zur Stärkung nach dieser aufregenden Zeitreise steht das Bistro „Blanker Hans“ mit Snacks, Kaffee und Kuchen zur Verfügung. In der Nähe können Sie auch eine Ferienwohnung Büsum Nordsee buchen.
Ein spannendes Erlebnis für Jung und Alt!


© Xocolatl / Wikimedia Commons

Deichfreilichtmuseum

Die Nordsee mit ihren Inseln und Küstenorten wird immer wieder von Hochwasser und Sturmfluten überschwemmt. Auch Büsum war in der Vergangenheit davon betroffen: Die ehemalige Insel liegt zum größten Teil in der Nordsee verborgen und nur ein kleiner Teil – der heutige Küstenort – ist noch vorhanden. Deshalb versuchen die Menschen bereits seit Jahrhunderten, sich durch Deiche vor den Fluten zu schützen.
Im Deichfreilichtmuseum können verschiedene Deiche und die Bauweise der Schutzwälle besichtigt werden. Ein niedriger, nur 1,50 Meter hoher Deich dokumentiert die Bauweise des Mittelalters um 1200 – damals boten Warften, aufgeschüttete Hügel, auf denen Häuser gebaut wurden, den größeren Schutz. Ein nachgebauter Stackdeich – ein mit Eichenpfosten stabilisierter Deich aus einer steilen Bohlenwand – aus dem 16. Jahrhunderts stellt ein weiteres Beispiel des historischen Deichbaus dar.
Um 1600 herum verbesserte sich die Technik der Bauweise. Nach weiteren Varianten entstand der heutige Deich, ein aus Sand aufgeschütteter und mit Gras bewachsener, knapp 9 Meter hoher Schutzwall, der auch einer schweren Sturmflut trotzen sollte.
Von dem Freilichtmuseum aus sind die Deiche chronologisch hintereinander aufgereiht. Keiner der historischen Schutzwälle könnte heute Überschwemmungen durch größere Sturmfluten aufhalten.